Familienfeste – wie wurden sie in Westpreußen gefeiert

Am 9 November 2017wurde das o.g.Projekt im Rahmen der Kleinprojekte „Begegnungsstättenarbeit“ 2017 durchgeführt.

An dieser Veranstaltung nahmen 26 Personen teil – Mitglieder des Vereins und Deutschlehrerinnen der Elbinger Mittelschulen. Das Projekt wurde in Form eines Vortrages mit Dia-Präsentation vorgesehen.
Frau Mgr Malgorzata Gizinska ehem. Kustodin des Elbinger Museums hat einen interessanten Vortrag zum Thema „Familienfeste“ gehalten.
Da an diesem Projekt überwiegend Frauen teilnahmen, hörten sie mit Interesse zu.
Die Referentin hat bildlich die Familienfeste dargestellt und ergänzte das Thema
mit schönen, alten Fotos.
Wir erfuhren wie Geburtstag, Taufe, Verlobung, Einschulung der Kinder – 1 Tag
in der Schule und auch die Beerdigung Anfang des XX J.h gefeiert wurde.
Außerdem, Frau Gizinska stellte uns die Aussagen der ehemaligen Einwohner von Elbing und Umgebung vor, die als Kinder sahen, wie die Feste gefeiert wurden.
Alle waren sich einig, dass die Familienfeste von „damals“ in Sache Speisen und Geschenk bescheiden waren, aber die Familien waren miteinander sehr
verbunden und vertraut.
Da die Familien überwiegend reich an Kinder waren, so waren auch die Feste sehr groß.
Die Mitglieder der Elbinger Gesellschaft und die eingeladene Gäste haben über die deutsche Kultur zum Thema Familienfeste sehr viel erfahren.

das Dittchenbühne-Theater aus Elmshorn

Zum sechsten Mal folgte unserer Einladung das Dittchenbühne-Theater aus Elmshorn. Die Aufführung fand am 18.Oktober statt. Diesmal wurde eine Komödie unter dem Titel: „Herr Puntila und sein Knecht Matti“ von Bertold Brecht auf die Bühne gebracht. Das Theaterstück entstand im Jahre 1940 für einen Wettbewerb des finnischen Dramatiker Verbandes. Brecht schrieb das Werk während seiner Exilzeit in Finnland.
Es ist eine Geschichte über einen finnischen Gutsbesitzer Puntila, der nüchtern ein Ausbeuter und betrunken ein Menschfreund ist. Er demütigt seine Tochter Eva und alle Mitarbeiter. Die einige Person, die keine Angst vom Puntila hat ist sein Chauffeur Matti.
Das Werk stellt mit viel Humor alle Probleme, die mit Trunksucht des Gutsbesitzers verbunden sind, vor.
Der Theatersaal im Studentenheim war dicht besetzt von Schüler, Studenten und Mitgliedern der deutschen Minderheit Elbing.
Nach der Aufführung wurden die Schauspieler mit anhaltendem Beifall belohnt.

Sommerfest 2017

Am 22.Juli feierte die Elbinger Gesellschaft das alljährliches Sommerfest. Diesmal fand die Veranstaltung im ehemaligen Bauernhof-Komplex Karczemka statt. Der Ort liegt bei der Schnellstraße E-7 am Piniewosee in der Nähe vom Oberlandkanal. Das Fest war in diesem Jahr zusätzlich eine interessante landeskundliche Exkursion, denn der Bauernhof ist ein Ort mit einer langen Geschichte im Hintergrund. Blüte des Hofes begann im XIX Jahrhundert. Es ist eine Stelle von einzigartigen Schönheit. Alle historischen Gebäude wurden sorgfältig renoviert und stehen in einer großen Parkanlage, die mit außergewöhnlich schönen Blumen, Bäumen und Ziersträucher bepflanzt ist. Eine Merkwürdigkeit ist, dass die ersten Pflanzen für das Gelände, von dem Erbauer des Oberländischen Kanal Georg Stenke gebracht wurden. In diesem schönen Ort haben wir viele Stunden in guter Stimmung verbracht.

Die Veranstaltung konnte dank der Unterstützung des Generalkonsulates der Bundesrepublik Deutschland in Danzig realisiert werden.

Günther Grass

Am 28.September hat die Elbinger Gesellschaft ein Projekt zum Thema Günther Grass durchgeführt.
Im Rahmen der Veranstaltung wurde ein Vortrag gehalten und Dia-Präsentation dargestellt. Anlass war der 90.Jahrestags des Geburtstages der berühmten Persönlichkeit. Während des Vortrages haben wir über die bekanntesten Romane, die er in den sechs Jahrzehnten verfasste, diskutiert - aber besonders viel Zeit wurde dem Roman „Die Blechtrommel" gewidmet. Für dieses Buch bekam Günther Grass den Nobelpreis für Literatur. Die Erfahrungen seiner Kindheit und Jugendzeit, die Gewalt des Krieges und der Verlust der Heimat stellten die Triebfedern seines reichhaltigen Schaffens dar.
Nicht alle wussten, dass er neben seinem literarischen Werk auch ein vielfältiges grafisches und bildhauerisches Werk schuf , auch diese Tätigkeit wurde den Teilnehmern dargestellt.

Tag der nationalen Minderheiten

 

Am 3. Juni veranstaltete die Allensteiner Gesellschaft Deutscher
Minderheit einen "Tag der nationalen Minderheiten", der in Gutkowo stattgefunden hat.

Auch unsere Gesellschaft hat an dieser Veranstaltung teilgenommen. Das Programm des Treffens war abwechslungsreich. Auf der Bühne der Kosakensiedlung "Ataman" haben Minderheitsgruppen
Tänze und Musik präsentiert - aber nicht nur. Jede Gruppe hatte die Gelegenheit seine Erzeugnisse auf vorbereiteten Ständen darzustellen. Unser Verein präsentierte Handarbeiten (gestrickte und gestickte) Gemälde, Vereinschroniken, Faltblätter u.a. Das Treffen der kulturell verschiedenen Nationen war sehr interessant und es hat sich gelohnt dabei zu sein. Es war sehr beeindruckend, wie sich die vielen einzelnen Minderheiten mit ihren Darbietungen präsentieren konnten.